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Schneller, schöner, sparsamer - Trends im Etikettenmarkt.

Welches Druckverfahren eignet sich für welchen Einsatz?

Trends beherrschen den Etikettenmarkt. Es gilt diese zu erkennen, zu analysieren, umzusetzen und dabei neue Wege zu gehen. Interessant ist die Kombination von Markenkommunikation und Druckverfahren – eine spannende und lösbare Aufgabe.

Bereits in vierter Generation als Familienunternehmen geführt, beobachtet die Töpfer Kulmbach intensiv den Markt für Etiketten und flexible Verpackungen. Es zeichnen sich wesentliche Trends ab, die nicht nur den Einkauf und das Marketing, sondern auch die Produktion der Kunden beeinflusst und damit auch vor neue Herausforderungen stellt.
Deshalb erfordert auch die technische Umsetzung mit allen Vor- und Nachteilen eine intensive Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Kunden sowie des Produktes.

Folgende Trends lassen sich im Tätigkeitsfeld der Töpfer Kulmbach momentan auf dem Markt beobachten:


Trend 1 - Downgrading:


Wie alle Bereiche der Wirtschaft gerät auch der Bereich der Kostenreduzierung in der Getränkeindustrie immer stärker in den Fokus der Unternehmen. Die Folge ist ein stetiges Downgrading aller Packstoffe und Packhilfsmittel. Selbstverständlich dürfen durch die kostenoptimierte Produktion der Sekundärverpackung wie z. B. dem Etikett, weder der Eindruck des Füllgutes noch der Marke an sich beeinflusst, sowie die Produktivität des Unternehmens gefährdet werden.
Ein Beispiel für die Umsetzung derartiger Anforderungen ist die von Töpfer Kulmbach entwickelte Spezialfarbe MIC® - eine umweltgerechte und gleichzeitig wirtschaftliche Alternative zur metallisierten Ausführung der eingesetzten Bedruckstoffe. MIC® bietet nicht nur beim Bedrucken von Papier sondern auch beim Bedrucken von Folien eine brillante Gold- und Silberqualität. Besonders gut kommen diese Farben bei von der Rückseite bedruckten transparenten Folien im Bereich der Wrap Around Labels und Selbstklebeetiketten zur Geltung. 

Auch im Bereich der Folienetiketten ist eine der Anforderungen die Reduzierung der Folienstärken und -gewichte. Im Bereich der transparenten Wrap Around Labels erfolgte eine schrittweise Reduzierung der Folienstärke von 50 über 40 und 35 µm zu einer heute weitgehend eingesetzten Folienstärke von 30 µm.
Bei den weiß opaken Folien mit einer Stärke von 38 µm erfolgte die Einsparung durch eine Reduzierung des Foliengewichts von ca. 23,6 g/m² auf heute 20,5 g/m².
Auch die Stärkenreduzierung bei den Shrinkfilm-Anwendungen von 50 auf 45 µm greift den Downgrading-Trend auf.
Eigens geschaffene Expertenteams, die sich bei Töpfer Kulmbach in Business Units organisieren, erarbeiten gemeinsam mit dem Kunden für ihn maßgeschneiderte Lösungen.


Trend 2 - Qualitätsoptimierung im Premium-Bereich:

In manchen Marktsegmenten ist aufgrund der Premium-Positionierung des Produktes ein Downgrading nicht erwünscht, hier geht der Trend zur Diversifikation.

Die Produkte sollen einzigartiger, qualitativ noch hochwertiger und aufwändiger präsentiert  werden. Der Wettbewerbsvorteil durch die Differenzierung macht sich optisch und haptisch am Point of Sale bemerkbar.

So kann man in diesem Marktsegment einen Wechsel zurück auf metallisierte Papiere feststellen. Weiterhin kann man beobachten, dass die Etikettenformen ausgefallener werden und der Prozentsatz eingesetzter Selbstklebeetiketten in Voll- und Teilausstattung steigt.
Spezielle Aktionsartikel werden nicht selten aufwendig gestaltet und veredelt. Dabei ist die Bandbreite der Veredlungsmöglichkeiten enorm groß und reicht von der Heißfolienprägung über den Einsatz von Effektfarben wie z. B. Thermo- oder UV-reaktiven Farben bis zur Veredelung der Etiketten durch Fensterstanzungen.

Für einen Getränkeproduzenten ist es entscheidend, vor einer Markteinführung eine ausführliche Beratung zu allen verfügbaren Produktions- und Veredelungsmöglichkeiten zu erfahren. Marketing, Vertrieb und Produktion sollten dabei an einem Tisch sitzen und die Umsetzung gemeinsam planen. Dies ist ein Weg, den Töpfer Kulmbach seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit Kunden auf der ganzen Welt beschreitet.


Trend 3 – Individualisierung und Promotions:

Eine ganz besondere Herausforderung für Getränkeproduzenten sind spezielle Effekte bei Kleinauflagen oder verkausfördernden Maßnahmen.

Ein gutes Beispiel für eine derartige Umsetzung ist das Etikett „Schneider Weisse Tap 7, 0,5l“, das in einer Kombination von Tiefdruck und MIC® sowie einem Eindruck im Offset realisiert wurde. Für dieses Etikett erhielt Töpfer Kulmbach 2010 den Golden Label Award.

Stark im Kommen sind Gewinnspiele die anhand eines Internetcodes aktiviert werden, der auf der Etikettenrückseite auf so genannten Peel-Off-Etiketten angebracht ist. Durch die Peel-Off Beschichtung der Etiketten lassen diese sich sehr leicht vom jeweiligen Behälter lösen.
Manche Promotion-Produktausstattungen bieten dem Endverbraucher, durch eine gezielte Untermischung während der Produktion der Etiketten, in einem Kasten bis zu 20 verschiedenen Aktionsetiketten.

Interessant ist der Vorder- und Rückseitendruck bei Etiketten, der hauptsächlich im Bereich der Mineralbrunnen zu finden ist. Hier wird die Etikettenrückseite durch die mehrfarbige Bedruckung zu einem wesentlichen gestalterischen Element und Informationsträger für Werbebotschaften.

Für Getränkeproduzenten, die zum Markenaufbau überdurchschnittlich viele Informationen transportieren und auf einem Etikett unterbringen möchten, bieten sich unsere PODS-Etiketten an, eine preiswerte Alternative zu Booklets mit doppeltem Informationsgehalt gegenüber den herkömmlichen Peel-Off Etiketten.


Trend 4 – Nachhaltigkeit

Im Blickpunkt vieler Unternehmen steht heute neben dem wirtschaftlichen Erfolg auch die Nachhaltigkeit ihrer Produkte. Als Zulieferer bietet Töpfer Kulmbach deshalb nicht nur innovative Produkte, die Trends erfüllen und neue Trends setzen, sondern auch Rohstoffen aus Recyclingprodukten bzw. einem Anteil Recyclingmaterial, umweltverträglichen Farbsystemen, kompostierbaren Rohstoffen und effektiven Logistiksystemen – somit wird bereits im Einkauf der Aspekt „Nachhaltigkeit“ angeboten. Als „Preferred Partner“ der Rohstoffindustrie hat Töpfer Kulmbach aufgrund seiner Größe den besten Zugriff auf neueste und umweltverträgliche Materialien. Dieses Know-How kombiniert Töpfer Kulmbach mit ständiger Forschung nach noch besseren Fertigungsverfahren, um Kunden bei diesem speziellen und hoch sensiblen Thema zu beraten und Lösungen anzubieten, die auch den Partnern ein gutes Gefühl geben und letzendlich auch einen Beitrag zum Umweltschutz und der Erhaltung der Natur leisten.
Eine konsequente Umsetzung dieses Anspruches ist u.a. die Inbetriebnahme einer RTO-Abluftreinigungsanlage neuester Bauart für die Tiefdruckrotation der Töpfer Kulmbach.

Bereits heute ist weißes und metallisiertes Papier mit einem Recyclinganteil von ca. 25 % verfügbar, auch Folien aus nachwachsenden Rohstoffen zählen zu den von Töpfer angebotenen Materialien. Im Bereich der Druckfarben gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten nachhaltiger zu arbeiten, z. B. durch den Einsatz von Druckfarben auf Leinölbasis oder durch die Verwendung von schwermetallfreien Farben.


Die Druckverfahren

Für die Herstellung von Etiketten aus Papier und Folie werden heute hauptsächlich drei Druckverfahren eingesetzt: Tiefdruck, Offsetdruck und Flexodruck. Die Druckverfahren unterscheiden sich im Wesentlichen aufgrund des eingesetzten Bedruckstoffes und der jeweiligen Anforderung an das Etikett. Im Folgenden werden diese Druckverfahren kurz vorgestellt.

Der Tiefdruck wird hauptsächlich bei mittleren und großen Auflagen eingesetzt. Als Bedruckstoffe kommen weißes und metallisiertes Papier, sowie transparente, weiße und metallisierte Folie als Rollenware zum Einsatz.

Die verwendeten Druckfarben sind lösemittelhaltig und werden ausschließlich thermisch getrocknet. Sie zeichnen sich durch eine besonders hohe Scheuer- und Kratzfestigkeit, hohe Farbbeständigkeit und Echtheit, sowie hohe Farbbrillanz bei Metallic- und Buntfarben aus. Durch die Verwendung schwermetallfreier Gold- und Silberfarben leistet Töpfer Kulmbach auch hier indirekt einen Beitrag zum Umweltschutz.

Aufgrund der eingesetzten Druckform erzielt man eine hohe Farbtiefe bei gutem Kontrast und hoher Reproduzierbarkeit bei Wiederholungsaufträgen. Wegen der hohen  Druckformkosten ist dieses Verfahren besonders bei großen Auflagen und unveränderten Nachdrucken wirtschaftlich sinnvoll.

Der Offsetdruck zeigt seine Vorteile bei kleineren bis mittleren Auflagen. Im konventionellen Bogenoffsetdruck kommen hauptsächlich weißes und metallisiertes Papier zum Einsatz, im Rollenoffsetdruck ist auch die Bedruckung verschiedener Folien möglich.

Für den Offsetdruck sind hochviskose, pastöse Farben notwendig, die sich aus den Komponenten Bindemittel, Pigment und Additiven zusammensetzen. Als Bindemittel dienen dabei hauptsächlich Mineralöle. Mittlerweile kommen jedoch auch Farben zum Einsatz deren Hauptbindemittel aus Leinöl besteht. Die Trocknung erfolgt oxidativ, das heißt, durch die Reaktion der Farbbestandteile mit der Luft.

Durch die deutlich niedrigeren Herstellungskosten der Druckformen bietet der Offsetdruck deutlich mehr Flexibilität. Darüber hinaus zeichnet sich der Offsetdruck durch eine sehr hohe Druckqualität, speziell bei der Wiedergabe von Halbtönen in Bilddarstellungen aus.

Der Flexodruck wird meist bei mittleren Auflagenhöhen eingesetzt. Ähnlich wie im Tiefdruck können beinahe alle Materialien bedruckt werden. Aufgrund der Bauweise der eingesetzten Druckmaschinen (Zentralzylinder) eignet sich der Flexodruck besonders für die Bedruckung von flexiblen Materialien.

Da die eingesetzten Druckfarben denen des Tiefdrucks identisch sind, haben sie die gleichen Eigenschaften wie bereits dargestellt.


Fazit:
Aufgrund all dieser Einflussfaktoren zeigt sich, dass es eigentlich kein „richtiges“, „falsches“ oder gar „optimales“ Druckverfahren gibt. Die Auswahl ist sehr stark von den Anforderungen des Marketings, des Bedruckstoffes, des Etikettierverfahrens und der Auflagenhöhe abhängig. Um später ein optimales Ergebnis am Point of Sale zu erreichen, empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit aller am Prozess Beteiligten, von der Marketingagentur über den Maschinenhersteller und den Drucker bis hin zum Abfüller. Töpfer Kulmbach hat sich mit seiner langjährigen Erfahrung im Etikettengeschäft sowie des im gesamten Unternehmen im Vordergrund stehenden Servicegedankens, auch auf diesem Gebiet als zuverlässiger Partner etabliert.